Orientierender Bemessungscheck für Sanitätsdienste.
SanDPlan strukturiert Veranstaltungsdaten, geplante Vorhaltung und Plausibilität in einem eigenen frequenzbasierten Profil. Der Check ist für Angebote und interne Vorprüfung gedacht, nicht als verbindliche behördliche Entscheidung.
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Orientierende Vorplanung für Demo Stadtfest. Empfohlen werden mindestens 10 Einsatzkräfte inklusive gebundener Fahrzeugbesatzungen.
Orientierungssumme: 3.672,00 EUR. Diese Summe ist nur eine nicht gespeicherte Kalkulationsvorschau.
Die eingetragene Vorhaltung liegt unter dem Orientierungsrahmen dieses Profils und sollte fachlich begründet oder angepasst werden.
Mittlere Risikolage. Eine Sanitätsstelle oder ein klarer Behandlungspunkt sowie mobile Trupps sollten geprüft werden. Als Orientierungswert werden mindestens 10 Einsatzkräfte angesetzt. Davon sind 6 Kräfte für UHS/mobile Trupps/Führung und 4 Kräfte für Fahrzeugbesatzungen gebunden.
Fahrzeugbesatzungen sind in der Gesamtstärke enthalten und dürfen nicht zusätzlich zur ausgewiesenen Gesamtzahl addiert werden.
Der Orientierungswert liegt im internen Plausibilitätsrahmen.
Qualifikationen gesamt
| SanH / Sanitäter | 5 | Basis des Sanitätswachdienstes, mobile Ausstattung, UHS-Unterstützung |
|---|---|---|
| RH / RDH | 0 | nicht als Standardpflicht gesetzt; nur nutzen, wenn die Organisation diese Qualifikation intern führt |
| RS | 3 | qualifizierte Funktion für UHS, Abschnitt, Truppführung oder erhöhte Lage |
| NotSan / RA | 1 | höher qualifizierte Funktion bei erhöhter Notfall-, Transport- oder Gefahrenrelevanz |
| Führung/Koordination | 1 | Abschnittsleitung, Kommunikation, Nachforderung, Dokumentation |
| NEF-/ärztlicher Abstimmungspunkt | nicht regelhaft aus diesem Profil ableitbar | |
| Herkunft | SanH/Sanitäter | RS | NotSan/RA | Führung |
|---|---|---|---|---|
| Einsatzstelle | 4 | 1 | 0 | 1 |
| Fahrzeugbesatzungen | 1 | 2 | 1 | 0 |
Mittlere Lage: ein RS als qualifizierte Funktion ist plausibel; die übrige Vorhaltung kann je nach Organisationsstandard durch Sanitätshelfer/Sanitäter gestellt werden. Fahrzeugbesatzungen sind in diesen Summen bereits berücksichtigt.
Einsatzstelle: Personalverteilung
| Einsatzstellenstärke | 6 |
|---|---|
| Mobile Erstversorgungsteams (EVT) | 1 x 2 Kräfte |
| Gebundene UHS-Kräfte | 2 |
| Führung separat gebunden | 1 |
| Springer-/Führungsassistenz | 1 |
| Summe der Verteilung | 6 |
| Führung | separate Führung/Koordination innerhalb der Gesamtstärke vorsehen |
Mobile Erstversorgungsteams (EVT), UHS-Personal, Führung und Springerfunktion sind eine Aufteilung derselben Gesamtstärke, keine zusätzlichen Kräfte. Eine einzelne Restkraft entsteht rechnerisch, wenn nach UHS, Führung und 2er-Trupps noch eine Kraft übrig bleibt; sie wird als Springer-/Führungsassistenz geplant.
Führungsstufe
Führungsstufe 1: Truppführung mit klar benannter Ansprechperson
| Führungs-/Koordinationskräfte im Plan | 1 |
|---|---|
| Hinweis | Die Führungsfunktion ist hier eher organisatorisch als stabsmäßig zu verstehen. |
- eine verantwortliche Ansprechperson für Veranstalter und Nachforderung
- Führung kann bei kleiner Lage in einer Trupp-/UHS-Funktion mitlaufen
- Kommunikationsweg zur Leitstelle oder zum öffentlichen Rettungsdienst dokumentieren
Fahrzeug-/Transportprüfung
Einsatz-/Materialfahrzeug prüfen
| KTW | 1 |
|---|---|
| KTW Typ B / KTW-B | 0 |
| RTW | 1 |
| NEF / ärztliche Rückfallebene | 0 |
| Führung/Kommunikation | 1 |
| Material/Logistik | 1 |
Gebundene Fahrzeugbesatzungen
| Fahrzeug | Anzahl | Besatzung im Plan | Hinweis |
|---|---|---|---|
| KTW | 1 | 1 SanH/Sanitäter, 1 RS | Bayern-Planungsannahme bei Transportbezug: mindestens 2 geeignete Personen, Patientenbetreuung mindestens RS prüfen. |
| RTW | 1 | 1 RS, 1 NotSan/RA | RTW-Besatzung nach Notfallrettung/örtlichem Rettungsdienstkonzept prüfen. |
- 1 KTW als Transport- oder Übergabekomponente prüfen
- 1 RTW oder rettungsdienstlich gleichwertige Komponente prüfen
- Führungs-/Kommunikationsfahrzeug oder feste Einsatzleitung vor Ort prüfen
- Material-/Logistikfahrzeug für UHS und mobile Trupps prüfen
Eine eigene Transportvorhaltung ist nicht automatisch erforderlich, sollte aber begründet geprüft werden.
Landesprofil Fahrzeugbesatzung
Bayern: Bayern: BayRDG Art. 43 nennt für Krankenkraftwagen mindestens zwei geeignete Personen und beim Krankentransport mindestens eine Rettungssanitäterin/einen Rettungssanitäter zur Patientenbetreuung.
| KTW | Bei Krankentransport mindestens RS zur Patientenbetreuung nach BayRDG Art. 43 prüfen. |
|---|---|
| KTW Typ B / KTW-B | Bei Verwendung als Krankenkraftwagen/Transportkomponente BayRDG Art. 43 und örtliches Konzept prüfen. |
| RTW | Notfallrettung/arztbegleiteter Transport nach BayRDG Art. 43 und örtlichem Rettungsdienstkonzept prüfen. |
| NEF | Notarzt-/Telenotarztqualifikation nach BayRDG Art. 43 prüfen. |
- Rettungsdienstrecht ist Landesrecht. Vorgaben für Notfallrettung und Krankentransport gelten nicht automatisch 1:1 für jeden Sanitätswachdienst.
- Fahrzeug- und Personalvorschläge sind deshalb als Prüfhinweise zu verstehen und müssen mit Auftraggeber, Behörde, Rettungsdienstträger und Organisationsstandard abgeglichen werden.
UHS / Behandlungspunkt
UHS einfach: fester Behandlungspunkt / einfache UHS
2 Kräfte am Behandlungspunkt plus mobile Trupps prüfen
Qualifikationsannahme
Standardannahme: SanH/Sanitäter als Basis, eine RS-Funktion ist bei UHS-Betrieb oder Organisationsvorgabe plausibel. NotSan/RA nicht regelhaft aus einer einfachen UHS ableiten.
Funktion
- klar ausgeschilderter Standort
- Basisversorgung
- Kommunikation zur Einsatzleitung
- mobile Trupps angebunden
Ausstattung prüfen
- Sanitätsrucksack/-tasche
- AED prüfen
- Verbandmaterial
- Basisdiagnostik
- Hygiene/PSA
- Dokumentation
- Witterungsschutz
Eigenes orientierendes Frequenzprofil. Es nutzt Besucherzeit, Risikofaktoren, Erreichbarkeit und geplantes Schutzziel als Plausibilitätsrahmen. Es ist keine Kopie eines bestehenden Verfahrens und keine verbindliche Einsatzplanung. Methodik
Fachliche Einordnung
Die Modul-Ausgabe trennt bewusst zwischen Kräften, Qualifikationen, mobilen Trupps, UHS und Rettungsmittelprüfung. Fahrzeugklassen und UHS-Ausstattung sind keine verbindliche Anordnung, sondern ein dokumentierter Prüfrahmen für Organisationsstandard, Auftraggeber und zuständige Stellen.
Methodische Referenzen: öffentlich zugängliche Fachveröffentlichungen, kommunale Sanitätswachdienst-Richtlinien und öffentlich beschriebene UHS-/Sanitätswachdienst-Strukturen. Keine fremden Tabellen oder Rechner werden kopiert.
Kennzahlen und Prüfpunkte
Berechnungsfaktoren
| Faktor | Wert | Wirkung | Einordnung |
|---|---|---|---|
| Veranstaltungsart | Markt / Stadtfest | vorsichtig senkend | Grundrisiko aus Art und erwartbarer Dynamik der Veranstaltung. |
| Risikomerkmale | Faktor 1,35 | erhöhend | Alkohol, Dichte, Wetter, Zielgruppe, Konflikt- und Sonderrisiken. |
| Erreichbarkeit/Gelände | Faktor 1,43 | erhöhend | Geländekomplexität, Größe, Bereiche, Zufahrt und Entfernung zur Regelrettung. |
| Nutzer-Korrektur | Faktor 0,97 | vorsichtig senkend | Begrenzter Korrekturfaktor aus Auflagen, Vorjahreserfahrung und Infrastruktur. Senkende Korrekturen sind eng begrenzt und werden bei grossen oder komplexen Lagen automatisch gesperrt. |
| Gesamtprofil | Faktor 1,78 | stark erhöhend | Kombination aus Veranstaltungsart, Risiko, Erreichbarkeit und begrenzter Nutzer-Korrektur. |
| Detailfaktor | mittelgroße Fläche | erhöhend | Wird in Risiko-, Frequenz- oder Erreichbarkeitslogik berücksichtigt. |
| Getrennte Bereiche | 2 Bereiche | prüfend | Kann Abschnittsbildung, mobile Teams und Führungs-/Kommunikationsaufwand erhöhen. |
| Korrekturfaktor | unauffaellige Vorjahre dokumentiert | vorsichtig senkend | Vom Nutzer gesetzte, begrenzte Lagekorrektur. Die fachliche Begruendung sollte dokumentiert werden. |
| Betreiber-Tuning | Kontaktrate 0,350 | intern | Aktueller Betreiberwert für erwartete Kontakte je 1.000 Besucherstunden. |
Kalkulationsvorschau
Diese Kalkulation wurde nicht gespeichert und ist kein Angebotsdokument. Sie dient nur zur schnellen Orientierung auf Basis der eingegebenen Veranstaltungsdaten.
| Referenz | SDP-20260613-E9E3A7 | |||
|---|---|---|---|---|
| Position | Menge | Einheit | Satz | Summe |
| SanH / Sanitäter | 5 x 8,0 h | Kraft x Stunde | 28,00 EUR | 1.120,00 EUR |
| Rettungssanitäter | 3 x 8,0 h | Kraft x Stunde | 38,00 EUR | 912,00 EUR |
| NotSan / RA | 1 x 8,0 h | Kraft x Stunde | 55,00 EUR | 440,00 EUR |
| Führung / Koordination | 1 x 8,0 h | Kraft x Stunde | 45,00 EUR | 360,00 EUR |
| KTW | 1 | Pauschale | 180,00 EUR | 180,00 EUR |
| RTW | 1 | Pauschale | 320,00 EUR | 320,00 EUR |
| Material/Logistik | 1 | Pauschale | 120,00 EUR | 120,00 EUR |
| UHS einfach / Materialpauschale | 1 | Pauschale | 220,00 EUR | 220,00 EUR |
| Zwischensumme | 3.672,00 EUR | |||
| Umsatzsteuer 0% | 0,00 EUR | |||
| Orientierungssumme | 3.672,00 EUR | |||
Orientierende Kalkulation mit Betreiber-Preisprofil. Preise, Zuschläge, Mindestzeiten und Steuerlogik bleiben organisationsabhängig zu prüfen.
Empfohlene Prüfpunkte
- Zuständige Behörde, Feuerwehr/Rettungsdienst und Veranstaltervorgaben prüfen.
- Rettungswege, Übergabepunkte und Zufahrten im Lageplan dokumentieren.
- Kommunikation zwischen Sanitätsdienst, Veranstalter, Sicherheitsdienst und Leitstelle klären.
- Führungsstruktur und Eskalationsweg für Lageänderungen festlegen.
- Behandlungspunkt/Sanitätsstelle, mobile Trupps und Transportkomponente gesondert prüfen.
- Wetterkonzept, Hitzeschutz/Unterkühlung und Unterstellmöglichkeiten berücksichtigen.
- Geländegröße, Abschnittsbildung, Truppwege und räumliche Funk-/Dokumentationsstruktur prüfen.