SD
SanDPlan
by BrehTech

Methodik und fachliche Grenzen.

SanDPlan nutzt ein eigenes frequenzbasiertes Bemessungsprofil. Es ist keine offizielle Implementierung eines fremden oder behördlichen Bemessungsverfahrens und ersetzt keine fachliche Einsatzplanung.

Was SanDPlan bewertet

  • Besucherzahl und Veranstaltungsdauer als Besucherstunden
  • Veranstaltungsart, Alkohol, Publikumsdichte und Wetterrisiko
  • Gelände, Zufahrt und gewünschtes Zugriffsziel
  • geplante Einsatzstellenkräfte, UHS, mobile Teams und Fahrzeugbesatzungen
  • Bundesland als Prüfprofil für Fahrzeug-/Besatzungshinweise

Was SanDPlan nicht leistet

  • keine behördlich verbindliche Kräftebemessung
  • keine Rechtsberatung
  • keine 1:1-Kopie fremder Tabellenwerke
  • keine medizinische Einsatzentscheidung
  • keine Erfassung von Patienten- oder Behandlungsdaten

Ressourcenlogik

Die Gesamtstärke besteht aus Einsatzstellenpersonal und gebundenen Fahrzeugbesatzungen. Wenn ein KTW, KTW Typ B, RTW oder NEF im Prüfprofil erscheint, wird dessen angenommene Besatzung in die Gesamtstärke eingerechnet.

Einsatzstellenpersonal umfasst UHS, mobile Erstversorgungsteams, Führung und Springer-/Führungsassistenz. Fahrzeugbesatzungen werden getrennt ausgewiesen, damit sie nicht versehentlich doppelt oder gar nicht geplant werden.

UHS und Qualifikation

SanDPlan setzt keinen NotSan pauschal in jede Unfallhilfsstelle. Eine einfache UHS kann als fester Behandlungspunkt mit SanH/Sanitätern und qualifizierter Rückfallebene geplant werden. Bei größerer UHS wird mindestens eine rettungssanitätsdienstlich qualifizierte Funktion als Prüfannahme ausgewiesen.

NotSan/RA oder ärztliche Rückfallebene werden erst bei erhöhter Notfallrelevanz, besonderer Gefahrenlage, RTW-/Transportbindung, behördlicher Auflage oder Organisationsstandard als gesonderter Prüfpunkt ausgegeben.

Einzelne Restkräfte in der Personalverteilung sind keine zusätzlichen Helfer. Sie entstehen rechnerisch, wenn UHS, Führung und 2er-Trupps verteilt werden, und werden als Springer-/Führungsassistenz ausgewiesen.

Optionale Detailfaktoren

Für einfache Veranstaltungen reichen Besucherzahl, Dauer, Veranstaltungsart, Dichte, Alkohol, Wetter, Gelände und Zufahrt oft als erste Vorprüfung. Bei komplexeren Lagen berücksichtigt SanDPlan zusätzlich optionale Faktoren: Geländegröße, getrennte Bereiche, eingeschlossene Flächen, schutzbedürftige Zielgruppen, Konflikt-/Aggressionslage, Entfernung zur regulären Rettungsdienststruktur, Übernachtung/Camping, eingeschränkte Mobilität, pyrotechnisch-technische Risiken sowie Wasser-, Höhen- oder Sondergeländerisiken.

Gelände und Geländegröße sind bewusst getrennt: Gelände beschreibt die Komplexität der Wege, Barrieren und Abschnitte; Geländegröße beschreibt die räumliche Ausdehnung. Als grobe Orientierung nutzt SanDPlan kompakt bis ca. 5.000 m², mittelgroß ca. 5.000-25.000 m², groß ca. 25.000-100.000 m² und sehr groß ab etwa 100.000 m² oder bei langen Laufwegen.

Diese Faktoren erhöhen nicht automatisch pauschal jede Ressource. Sie wirken auf Risiko-, Frequenz-, Fahrzeug- und Prüflogik und erzeugen zusätzliche fachliche Checkpunkte für Abstimmung und Begründung.

Kalibrierungsstand

Profilstand: SanDPlan Frequenzprofil 0.2.4-segment-balanced.

Der aktuelle Stand wird intern mit bis zu 100.000 synthetischen Veranstaltungen und mehreren fachlichen Referenzprofilen geprüft. Die Auswertung erfolgt nicht nur als Gesamtdurchschnitt, sondern auch nach Besucherklassen. Wenn das eigene Frequenzprofil einen auffällig niedrigen Wert ergeben würde, hebt SanDPlan den Orientierungswert innerhalb eines internen Plausibilitätsrahmens an. Diese Referenzprofile sind nicht öffentlich und keine offiziellen Implementierungen fremder Verfahren.

So entsteht der Orientierungswert

SanDPlan kombiniert drei Ebenen: erstens eine konservative Mindestplausibilität, zweitens ein frequenzorientiertes Lageprofil und drittens eine Ressourcenlogik für Einsatzstellen, mobile Trupps, Führung, UHS und Fahrzeuge. Der niedrigste interne Plausibilitätsrahmen wird nicht unterschritten. Ein südlich-kommunal geprägter Vergleichswert wird dagegen als oberer Plausibilitätsbereich genutzt, nicht als harter Mindestwert. Der aktuelle Profilstand glättet besonders sehr kleine und sehr große Veranstaltungen, damit kurze Extremparameter nicht zu unnötig sprunghaften Personalzahlen führen.

Einordnung der Referenzen

Öffentliche Fachquellen beschreiben mehrere Bemessungsansätze. Sie sind nicht deckungsgleich: einfache Risikoschemata liefern schnelle Richtwerte, frequenz- und schutzzielorientierte Verfahren berücksichtigen zusätzlich erwartbare Versorgungen, Wachbezirke, Zugriffszeiten und Rettungsdienstverstärkung. Deshalb ist es fachlich nicht sinnvoll, einen einzelnen hohen Referenzwert pauschal als Mindestmaß zu behandeln.

SanDPlan bleibt deshalb bewusst über einer konservativen Untergrenze, darf aber bei nachvollziehbar einfachen Lagen unter einem hohen kommunalen Vergleichsprofil liegen. Bei großen, langen, unübersichtlichen oder sondergefährdeten Veranstaltungen zieht die Logik automatisch an. Die interne Kalibrierung betrachtet Abweichungen je Besucherklasse, damit kleine Veranstaltungen nicht überzogen und Großlagen nicht unterplausibel bewertet werden.

Quellenrahmen

SanDPlan verwendet öffentlich zugängliche Quellen als fachlichen Orientierungsrahmen, übernimmt daraus aber keine geschützten Tabellen oder Layouts.

Die finale Bewertung bleibt beim Nutzer, der Sanitätsdienstleitung und den zuständigen Stellen. Örtliche Auflagen und Organisationsstandards können abweichen.

Quellenstand dieser MVP-Seite: 31.05.2026. Quellen werden als Orientierungsrahmen genutzt; Tabellen, Layouts und fremde Rechner werden nicht übernommen.